Tango Factory!

Chen Halevi Foto: Vincent Buchard
Chen Halevi, Foto © Vincent Buchard
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Lütetsburg Schloss

27. Juli 2013
16:00 Uhr

Programm

TANGO FACTORY:
CHEN HALEVI (klarinette)
MARCELO NISINMAN (bandoneon)
NATACHA KUDRITSKAYA (klavier)
WINFRIED HOLZENKAMP (bass)

Nisinman, Piazzolla, Weil u.a.

Vier virtuose Solisten instrumentalisieren berühmte Tangos von Piazzolla bis Weil und Nisinmans eigene Kompositionen ebenso leidenschaftlich wie meisterhaft.

Zum Konzert

Die Tango Factory vereint vier virtuose Meister mit extrem unterschiedlichen Lebensläufen. Künstlerischer Leiter ist der Komponist und Bandoneon Spieler Marcelo Nisinman. Zum Tango-Quartett gehört der Klarinettist Chen Halevi, der Pianist und Komponist Matan Porat und der deutsche Jazz-, Klemzer-, Tango-Kontrabassist Winfried Holzenkamp. Der Tango ist ihre Leidenschaft. In den Kompositionen von Marcelo Nisinman bringt sich jeder Einzelne mit einem individuellen unverwechselbaren Akzent und einer ganz persönlichen musikalischen Aussage ins Spiel. Zusammen erklingt ein neuer und spannender Sound, der sich keiner Kategorie zuordnen läßt. Auch die berühmten Tangos von Piazzolla, Weil u.a. instrumentalisiert die Tango Factory ebenso leidenschaftlich wie meisterhaft.

Das Konzert um 20 Uhr ist bereits ausverkauft. Bitte kommen Sie aber gerne zu unserem Zusatzkonzert am 27.7. um 16 Uhr!

Im Portrait

Dieses Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von

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Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Marcelo Nisinman copyright: Karin van der Meul
Foto © Karin van der Meul
Marcelo Nisinman (Bandoneon)
Nisinman, 1970 in Buenos Aires, Argentinien, geboren, ist ein international geschätzter Komponist und Bandoneon Solist. Gegenwärtig wohnhaft in Basel, Schweiz, nimmt er aktiv am Leben der internationaen Musik/Tango Szene teil.
Bandoneon-Studium bei Julio Pane, Kontrapunkt und Harmonielehre bei Guillermo Graetzer (Schüler von Paul Hindemith) in Buenos Aires. Nisinman hat auch ein Kompositions-Studium bei Detlev Müller-Siemens in Basel absolviert.
Marcelo Nisinmans Musik beinhaltes ein neues, weit gefächertes und originelles Spektrum, das seinen Ursprung in Buenos Aires hat. Sein gegenwärtiger Musikstil, der durch seine persönlichen Erfahrungen geprägt ist, bringt vielschichtige Variationen verschiedenster Kunstsituationen und bricht auf eine eigene und provokative Art mit den traditionellen “Regeln” der sogenannten “Musica Porteña”.
Angefangen mit seinen Bandoneon Solos, sowie einer Vielfalt von Kompositionen für verschiedenste Musikformationen, wie Streichquartette, Kammer-Ensembles, Symphonische Gruppen und Orchester, (siehe unter Works auf der Webseite
www.nisinman.com, weckt diese vielschichtige, ironische und komplexe neue “Tango”Musik enorm tiefgehende Empfindungen und Erlebnisse auf: vom meditativen und introspektiven in sich Betrachten bis zu einer äusseren Ekstase und starker Erregung.
Neben seiner Kammer- und Symphonischen Musik, sowie den verschiedensten Werken für kleinere Formationen, hat Nisinman im Januar 2004 in Basel seine Kammeroper “Señor Retorcimientos” uraufgeführt.
Nisinman’s CD “Tango” wurde mit dem renommierten dänischen “Tango Orkestret” Ensemble produziert. Seine Neu komponierte Versionen von “Las 4 Estaciones Porteñas”, die auf der CD “Nacar” zusammen mit dem Mayo Chamber Orchestra aufgenommen wurden, dirigierte Pedro I. Calderón.
Marcelo Nisinman, als gesuchter Bandoneon Solist, spielte unter anderem mit Gidon Kremer, Gary Burton, Fernando Suarez Paz, Assad Brothers, sowie mit dem Philadelphia Orchestra, das durch Charles Dutoit geleitet wurde.
2008 war er Composer in Residence in Oxford Chamber Music Festival und wurde als Komponist und Solist zum Kuhmo Chamber Music Festival Finland 2009, sowie 2007 und 2008 zum Sonoro Festival in Bukarest eingeladen.
Als Solist spielte er 2007 unter der Leitung von Vince Mendoza mit dem WDR Orchester, weiter mit Arpeggione Chamber Orchestra und mit dem Belgrader Philharmonischen Orchester.
http://www.nisinman.com
Natacha Kudritskaya Foto © Simon Buisson
Natacha Kudritskaya Foto © Simon Buisson
Natacha Kudritskaya (Klavier)

Natacha Kudritskaya erhält ihren ersten Unterricht im Alter von sieben Jahren. Ihrer Schulzeit an der stark musikorientierten Lysenko-Schule in Kiev folgt ein Studium an der Nationalen Tschaikowsky-Musikakademie in den Klassen von Irina Barinova und Igor Riabov.

Von 2003 bis 2007 studiert sie an der Pariser Musikhochschule (CNSMDP) bei Alain Planès und erhält beste Auszeichnungen für ihr Diplom-Rezital. Sie vervollkommnet daraufhin ihr Spiel durch ein Aufbaustudium bei Jacques Rouvier in Paris sowie bei Stefan Vladar an der Universität für Musik in Wien. Ebenfalls zu ihren Lehrern und Ratgebern zählen Dmitri Bashkirov, Elisabeth Leonskaja, Christoph Eschenbach, Jean-Claude Pennetier und Claudio Martinez-Menher.

In den Jahren 2008 und 2009 wird sie gleichzeitig durch die Stiftung der Adami, die Stiftung Groupe Banque Populaire sowie das Stipendium des Musikmäzens Société Générale gefördert.

Sie gewinnt ebenfalls den Großen Preis der Safran-Stiftung, den ersten Preis des internationalen Vibrarte-Wettbewerbs, ist Preisträgerin des „Generationen“-Wettbewerbs der SPEDIDAM und erhält den Preis „Robert Casadesus“ für ihre persönliche und charaktervolle Interpretation der französischen Klavierliteratur.

Natacha tritt regelmäßig in Paris (Orsay-Museum, Cité de la Musique, Salle Cortot) sowie auf Festivals in ganz Frankreich auf (Festival Roque d’Antheron, Festival Grange de Meslay, Festival Dinard, les Serres d’Auteil, Festival de l’Epau, Festival Perigord Noir …).
Auch europaweit gibt sie häufig Konzerte als Solistin oder Kammermusikpartnerin: Wien, Gstaad, Kuhmo, Riga, Bratislava, Frankfurt, London, Santander, Stifft, Attergau.
Mehrere Tourneen führen sie in die Ukraine, Israel und nach Amerika.

Chen Halevi Foto: Vincent Buchard
Chen Halevi, Foto © Vincent Buchard
Chen Halevi (Klarinette)

Das Debut des 15-jährigen Klarinettisten Chen Halevi mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Metha war eine Sensation. Haaretz schrieb: “Dieser Junge ist mit einer außergewöhnlichen Kombination aus künstlerischer Musikalität und beeindruckender Spieltechnik gesegnet, alles im Dienste der Musen.” Seitdem trat er mit mehreren der wichtigsten Orchester der Vereinigten Staaten, Europas und Japans auf, einschließlich der Israel Philharmonic, des Tokyo Sinfonieorchesters, der Europäischen Solisten, des Kammerorchesters Heilbronn, der Moskauer Virtuosen, des Radioorchesters Jerusalem, der MDR Philharmonie Leipzig, des NDR Sinfonieorchesters Hamburg und des Deutschen Symphonieorchesters Berlin.
Gebürtig aus der Negev Wüste in Israel, studierte er Klarinette bei Yitzhak Kazap und Richard Lesser und Kammermusik bei Mordechai Rechtman and Chaim Taub. Heute ist Chen Halevi einer der führendsten Klarinettenvirtuosen der Welt und spielt sowohl Soloprogramme, also auch Solokonzerte mit Orchester und Kammermusik mit gleichem Erfolg.Er ist berühmt für seine beeindruckende Bandbreite an Repertoire, die von der schwierigsten zeitgenössischen Musik bis hin zu Alter Musik auf authentischen barocken Instrumenten reicht. Als häufiger Teilnehmer an Sommerfestivals, wirkte Chen Halevi bei den Marlboro, Ravinia, und Santa Fe Festivals in den USA mit und nahm in Europa an Festivals in Schleswig-Holstein, Colmar, Forcalquier, Prussia Cove, Davos, Rolandseck, Aldeburgh and Verbier teil. Außerdem war er unter den Teilnehmern des PMF Festivals in Japan and des Perth International Arts Festivals. Als großer Liebhaber von Kammermusik trat Chen Halevi sowohl zusammen mit Pinchas Zuckerman und Christoph Eschenbach als auch mit mehreren bekannten Streichquartetten auf, einschließlich des Keller, Szymanowski , Fine arts , Miro , Prazac, St. Lawrence, Arcanto, Vogler- und Kronos Quartetts. Er ist international anerkannt als meisterhafter Spezialist in der Aufführung zeitgenössischer Musik. Durch seine engen Verbindungen mit Komponisten führte er eine große Anzahl an Werken von unter anderem Berio, Kurtag, Lindberg, Golijov, Maresz, Jarrell, Ferneyhough, Stroppa, Mantovani und Ades auf. Chen Halevi wurden auch einige Werke gewidmet, darunter ein Zyklus von Denis Cohen, Nodus für Klarinette solo , „Ombre” für Klarinette und Elektronik, „soft machine” für Klarinette und Cello, „Les asperges de la lune” für Klarinette solo von Sven Ingo Koch und ein Klarinettentrio von Lior Navok. Derzeit arbeitet er an einer großen CD-Aufnahme, die eine Zusammenstellung der Klarinettenmusik des 20. Jahrhunderts präsentiert. Sie beinhaltet seine Auswahl an Sololiteratur, Kammermusik, Konzerten und elektronischen Werken, die Art und Weise, wie wir die Klarinette heute sehen, verändert hat.
Seine Unterrichtstätigkeit und das Halten von Meisterkursen sind ebenfalls wichtige Gesichtspunkte seiner Karriere. Er ist derzeit Professor für Klarinette an der staatl. Hochschule für Musik Trossingen und ist durch die ganze Welt gereist um Meisterkurse zu geben und um seine Ansätze und Methoden beim Unterrichten und Spielen zu verbreiten. 2007 hat Chen Halevi ClaRecords gegründet. Eine Firma, die neue Werke sowohl von heute führenden als auch jungen und aufsteigenden Komponisten in Auftrag geben, produzieren und aufnehmen wird. ClaRecords wird auch mit anderen Arten moderner Kunst zusammenarbeiten, um den Dialog zwischen verschiedenen Ausdrucksformen des 21. Jahrhunderts zu stimulieren. In seinem ersten Jahr hat ClaRecords 5 neue Stücke in Auftrag gegeben und ein Musikvideo mit 3D Computeranimation erstellt.

Foto: Vincent Buchard