Klezmer-Konzert: "WAGNER reloaded"

Klezmer Reloaded Foto: Max_Moser
Foto © Max Moser
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Jever Lokschuppen

21. Juli 2013
20:00 Uhr

Programm

ENSEMBLE KLEZMER RELOADED:
MACIEJ GOLEBIOWSKY &
ALEXANDER SHEVCHENKO
(Klarinette, Gesang, Bajan und Knopfakkordeon)

Zu Wagners 200. Geburtstag

Inspiriert von Jazz, Folk, Klassik, Funk, Tango und orientalischen Klängen zeigen die Meister des Klezmer „schräge“ Seiten von Richard Wagner, Chopin & Mahler.

 

 

 

 

Zum Konzert

Ein Großkomponist und Gesamtkunstwerker wird schräg gebürstet! Das fabulöse Ensemble klezmer reloaded, eine Weltnummer bereits, nimmt sich u.a. Richard Wagner an. Mehr noch: Aus Szenen wachsen plötzlich neue. Woanders hin. Brutal in frische Formen, Klänge, in Jazz und Klezmer und im Aufschreien und mit ganz süßen Sachen – wie sich das der Komponist selbst kaum getraut hätte. Siegfrieds Tod kommt daher im anderen Trauermarsch, die heran reitenden Walküren schwingen ihre Heldenleichen, der Herr Tannhäuser besucht den Songcontest …
… Klarinetten, Chromatische Riesenharmonika – und? Noch einiges mehr von Mahler, Chopin und viel Klezmer.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Klezmer Reloaded Foto: Max_Moser
Foto © Max Moser
Klezmer reloaded

Maciej Golebiowski (Klarinette)
Alexander Shevchenko (Akkordeon)

Maciej Golebiowski kommt aus Polen, Aleksander Shevchenko aus Russland. Beide haben Musik studiert und beide sind vor zehn Jahren nach Österreich gekommen. „Für uns gibt es keine bessere Stadt in Europa als Wien. Wir sind hier im Zentrum des Musiklebens“, sagt Golebiowski. „Wien ist groß und auch klein genug. Eine perfekte Mischung, wo man viel lernen und verschiedene Einflüsse treffen kann“, meint auch Shevchenko. Ihre Wege kreuzten sich dabei mehrmals bei verschiedenen Auftritten. Besser kennen lernten sie sich im Zuge ihres Engagements bei Leon Pollaks „Ensemble Klesmer Wien“, wohlbekannt für die Interpretation traditioneller jüdischer Musik. Sie hatten sehr viel Spaß am gemeinsamen Musizieren, schnell fand sich eine gemeinsame Basis – in großem Enthusiasmus und nicht enden wollender Inspiration: Musikalisches Verständnis auf den ersten Blick. Sie entschieden sich sehr bald, ihre Begeisterung für Klezmermusik unter dem Motto klezmer reloaded als Duo auf die Bühne zu bringen. Inspiriert von Jazz, Folk, Klassik, Funk, Tango und orientalischen Klängen fanden sie ihren ganz persönlichen Zugang zum Klezmer.
Im Sommer 2008 bekam das Duo die Einladung, an der Abschlussgala des „KlezMORE“-Festivals zu spielen – ihre Premiere in Wien. Auch 2008 erschien die von Presse und Rundfunk hoch gelobte „klezmer reloaded“-Debüt-CD beim Verlag Extraplatte. Denn erstaunlich frisch, leidenschaftlich, spannend aber auch zart und gefühlsbetont ist die ureigene „art of klezmer“ von Shevchenko / Golebiowski. Ihre Klezmerinterpretationen entwickeln sich im Geist der Improvisation, in die immer wieder auch die Volksmusik aus deren Heimat einfließt. Mit ungeheurer Leichtigkeit bringen die Musiker ihre Virtuosität zum Klingen. Ihre sympathische und humorvolle un-ernste Bühnenpräsenz öffnet dem Publikum die Tür zu neuen Klängen. Golebiowskis Klarinette verliert sich gerne in fulminanten Improvisationen und er selbst singt auch mal einen polnischen Tango. Shevchenkos Akkordeon antwortet mit dicht geknüpften Soli und möchte eigentlich nicht mehr aufhören… 2010, im Jubiläumsjahr von Chopin, haben Shevchenko / Golebiowski für die Zuhörer im Musikverein Überraschendes vorbereitet: sie haben diesen großen Komponisten in ihrem mittlerweile wohlbekannten Stil, der voller stilistischer Überraschungen steckt, neu aufgelegt.
In „MAHLER reloaded – Lieder fahrender Gesellen“, ihrem aktuellsten Programm sowie auf der brandneuen gleichnamigen CD, haben die beiden Künstler ihre eigene Form für Mahlers Lieder gefunden: seine Musik und das musikalische Umfeld der Zeit werden zum Nährboden für neue Verknüpfungen und Improvisationen. Das Duo spielt ihren eigenen und so noch nie gehörten Mahler. Und es passt, weil beide selbst fahrende Gesellen sind. Das Duo Shevchenko / Golebiowski kann inzwischen auf zahlreiche Auftritte bei internationalen (Klezmer-) Festivals sowie auf Musikkooperationen mit namhaften Künstlern und Performer zurückblicken.

Foto: Max Moser