Pasticcio Classico - "Land der Entdeckungen"

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
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Münkeboe Kirche

25. Juli 2013
20:00 Uhr

Programm

mit u.a.
DOREN DINGLINGER Violine
DIMITRI ASHKENAZY Klarinette
KOJI MORISHITA Violine
IWAN KÖNIG Klavier
JULIA MARIE MÜLLER Klavier
AYA KOYAMA Gesang
YUKO KOYAMA Gesang
ANNA MAGDALENA KOKITS Klavier
AKIO KOYAMA Fagott
RIE KOYAMA Fagott
FRANZ CHIEN Violone
ALEXANDER GEBERT Violoncello
IGAL LEVIN Klarinette
& DAN GLAZER Schauspieler

 

Zum Konzert

Der „Musikalische Sommer“ ist auch für die international anreisenden Künstler eine Begegnungsstätte und ein „Land der Entdeckungen“. Beim traditionellen Pasticcio Classico (ital. Pastete, frz. Potpourri) kreieren sie das „klassische Festmahl“ gemeinsam. Jeder Meister seines Fachs bringt aus seinem Land, von seiner Reise und seinen Spezialitäten eine Lieblingszutat mit: Heißgeliebte Hits, musikalische Kostbarkeiten und Kuriositäten, instrumentalistisch Virtuoses und Verblüffendes füllen eine wahre Wundertüte der Stile und Epochen. Verraten wird nichts, entdecken wir gemeinsam, was berühmte Solisten, Freunde und Musikerfamilien zubereitet haben. Durch die Geheimrezeptur führt Dan Glazer.

Adresse & Anfahrtsbeschreibung

Künstler

Dimitri Ashkenazy Foto © Jean Mayerat
Dimitri Ashkenazy Foto © Jean Mayerat
Dimitri Ashkenazy (Klarinette)

Dimitri Ashkenazy wurde 1969 in New York geboren. 1978 siedelte er mit seinen Eltern von seinem Heimatland Island in die Schweiz um, wo er seither lebt. Ersten Musikunterricht erhielt er am Klavier im Alter von sechs Jahren. Vier Jahre später wechselte er zur Klarinette und wurde Schüler von Giambattista Sisini. 1989 tritt er unter Beibehaltung des Lehrers ins Konservatorium Luzern ein, wo er vier Jahre später sein Studium “Mit Auszeichnung” abschloss. 1992-93 war er Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters, und von 1993-95 gehörte er dem Gustav Mahler Jugendorchester an.
Seit 1991 führt eine rege Konzerttätigkeit Dimitri Ashkenazy in alle Welt. So trat er in der Hollywood Bowl von Los Angeles auf, im Sydney Opera House, in der Suntory Hall in Tokyo, der Royal Festival Hall in London, bei den Salzburger Festspielen, im Prager Rudolfinum sowie in der Salle Pleyel von Paris auf, um nur einige zu nennen.
Neben seinen Konzertverpflichtungen hat Dimitri Ashkenazy bereits an zahlreichen CD-, Radio und Fernsehproduktionen mitgewirkt, mit erschienenen Aufnahmen u.a. bei Pan Classics, Decca und Ondine. Einladungen als Gastdozent für Meisterkurse führten ihn zur Australian National Academy in Melbourne, zum Merit Music Program in Chicago, zur Universität von Oklahoma City, zum College of Music in Reykjavík und zu den Conservatorios Superiores von San Sebastián und Granada.

Igal Levin, Foto © Karsten Gleich
Igal Levin, Foto © Karsten Gleich
Igal Levin (Klarinette)

Igal Levin wurde in Tel Aviv geboren und erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von 12 Jahren bei Yitzhak Kazap am Musikkonservatorium Israel. Im Jahr 2000 gewann Igal den Instrumentenwettbewerb des Musikkonservatorium Israel. Igal studierte in der Klasse von Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle an der Musikhochschule Lübeck, und schloss mit dem Diplom „Allgemeine Künstlerische Ausbildung“ ab.
Das Master Studium absolvierte Igal an der Yale University in den USA bei Prof. David Shifrin. Ab September 2013 wird er das Doctor of Music Studium an der Northwestern University bei Prof. Steve Cohen aufnehmen.
Igal hat Meisterkurse bei Guy Deplus, Michel Lethiec, Charles Neidich, Sabine Meyer, Wolfgang Meyer, Anthony Pay, Karl-Heinz Steffens besucht. Seit 2010 ist er festes Mitglied des Festivals „Musikalischer Sommer in Ostfriesland“. Er konzertierte außer in Europa in Israel, USA, und China.
Igal war Soloklarinettist beim Israel Chamber Orchestra. Mit diesem Orchester trat er auch mehrmals solistisch auf, und spielte im Lübecker Philharmonischen Orchester als Mitglied im Orchesterstudio-Programm. Unter der Leitung von Maestro Vladimir Spivakov hat er als Gast Soloklarinettist beim ”Moscow Virtuosi” mitgewirkt.
Igal erhielt Stipendien von DAAD, America-Israel Cultural Foundation, Yehudi Menuhin’s „Live Music Now“, Professor Keith Wilson – “To an outstanding major in wind instrument playing”.

Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita Foto © SILK HAT STUDIO
Koji Morishita (Violine)

Koji Morishita begann seine musikalische Karriere bereits im zarten Alter von vier Jahren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches musisches Talent. Als gerade Achtjähriger war er in einem öffentlichen Konzert mit New Orleans Philharmonic Orchestra in den USA zu hören. Nach seinem Abschluss an der Toho Gakuen School of Music in Japan erhielt er ein Stipendium für weitere Studien in den USA. Dort setzte er seine Ausbildung bei Dorothy Delay in Cincinnati, Ohio, fort und gewann den begehrten Honor’s Price.
Nach einem erfolgreichen Abschluss kehrte Koji nach Japan zurück um von 1988 bis 1992 mit dem bekannten Cellist Kenichiro Yasuda und seinem Quartett zu konzertieren. Zahlreiche weitere Auftritte als Solist wie auch mit diversen Kammermusikgruppen kamen in dieser Zeit hinzu.
Seit 1989 ist der Geiger auch in mehreren Orchestern aktiv, so wurde er zunächst Mitglied Saito Kinen Orchestra (Seiji Ozawa, Dirigent). Als Konzertmeister ging er mit dem Sendai Philharmonic Orchestra immer wieder international auf Tournee.
Sogar eine eigene Konzertreihe rief Koji Morishita ins Leben, in der er unter dem Motto “Klassik für Alle“ ein breiteres Publikum anspricht. So gab er in zwölf verschiedenen japanischen Städten umjubelte Konzerte mit dem Gitarristen Shinichi Fukuda, bei denen das Duo nie gehörte oder unbekannte Werke präsentierte.
Das musikalische Talent des Geigers wurde nunmehr auch offiziell von der Stadt Hamamatsu und dem Präfekten der Region Miyagi gewürdigt.
Seit 2001 hat Koji Morishita die Solo Konzertmeisterposition des Osaka Symphony Orchestra inne.

Akio Koyama
Akio Koyama, Foto © Karsten Gleich
Akio Koyama (Fagott)

Akio Koyama wurde 1955 geboren. Nach seinem Studium an der Senzoku-Musikhochschule in Tokyo bei Y. Kiryu und T. Nisikawa folgte ein künstlerisches Aufbaustudium an der Hochschule für Musik in Detmold bei A. Hennige und H. Jung. 1979 war er Preisträger beim 2. Internationalen Musikwettbewerb “Premio Ancona” in Italien, 1981 beim 33. Internationalen Musikwettbewerb “Prager Frühling”.

Akio Koyama war als Solofagottist an den Staatstheatern Darmstadt und Stuttgart tätig und ist seit 1990 Solo-Fagottist des SAITO-Kinen-Orchesters unter der Leitung von Seiji Ozawa. Er wurde von namhaften Dirigenten wie Herbert von Karajan, Georg Solti, Seiji Ozawa, Václav Neumann, Ferdinand Leitner oder Christoph Eschenbach auch als Solist verpflichtet, wodurch er in den weltweit wichtigsten Konzertmetropolen wie New York, Paris, London, Wien, Mailand, Tokyo, Berlin, München, Genf oder Salzburg gastierte.

Seit 1987 entfaltet er auch mit den Ensembles “Zephyros” und “Tokyo-Fagottiade” eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland.

Neben seinem Engagement als Juror bei verschiedenen internationalen Wettbewerben gilt seiner pädagogischen Tätigkeit ein besonderes Augenmerk.

Von 1988 bis 1995 war Akio Koyama Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, ist seit 1990 Professor für Fagott im Fach Kammermusik an der Senzoku-Musikhochschule in Tokyo und schließlich seit 1995 Professor an der Musikhochschule Trossingen.

Neben einer Reihe von CD-Einspielungen produzierte er 1996 als Mitglied des Ensembles “Octetto Tokyo-Berlin” für das Label NCA eine CD mit Werken für Fagott-Oktett. Inzwischen folgten vier weitere Solo-CDs.

Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits, Foto © Nancy Horowitz
Anna Magdalena Kokits (Klavier)

Anna Magdalena Kokits wurde 1988 in Wien geboren. Ihren ersten Klavierunterricht bekam sie im Alter von vier Jahren. Seit dem Jahr 2000 ist sie Studentin von Alejandro Geberovich (Konservatorium Wien Privatuniversität). Anna Magdalena Kokits ist mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Ihr Debut mit Orchester gab Anna Magdalena Kokits 2005 mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich in Wien. Sie gibt regelmäßig Klavier- und Kammermusikabende im In- und Ausland und ist Gast bei internationalen Musikfestivals. Unter ihren Kammermusikpartnern waren u.a. Eduard Brunner, Lars Wouters van den Oudenweijer und das Bennewitz Quartett.
Seit dem Jahr 2007 spielt sie im Duo mit Alexander Gebert, dem Cellisten des Altenberg Trios. Das Duo konzentiert seit seiner Gründung regelmäßig im Musikverein Wien, sowie in vielen Ländern Europas. Die erste gemeinsame CD der beiden Künstler wird 2012 bei Gramola erscheinen.

Alexander Gebert Foto © Nancy Horowitz
Foto © Nancy Horowitz
Alexander Gebert (Violoncello)

Alexander Gebert wurde 1977 in Warschau in eine Musikerfamilie geboren, die 1980 nach Finnland emigrierte. Mit fünf Jahren begann er sein Cellostudium in der Klasse von Timo Hanhinen am Konservatorium in Turku. 1989 wurde er an die Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen, wo Csaba Szilvay, Victoria Yaglig, Kazimierz Michalik, Marko Ylönen und Heikki Rautasalo seine Lehrer waren. Zwischen 1995 und 1998 studierte er als Stipendiat des polnischen Staates mit Kazimierz Michalik an der Warschauer Chopin-Akademie. Danach setzte er seine Studien bei Philippe Muller am Conservatoire de Paris und als DAAD-Stipendiat an der Stuttgarter Musikhochschule bei Natalia Gutman fort. 2002 wurde ihm in Paris ein Drei-Jahres-Stipendium der Groupe Banques Populaires zuerkannt.

Alexander Gebert gewann seinen ersten internationalen Cello-Wettbewerb mit sechzehn Jahren; 1997 wurde er Zweiter im Warschauer Lutoslawski-Wettbewerb, und im Jahr 2000 gewann er hintereinander den 3. Preis des Antonio-Janigro-Wettbewerbs in Zagreb, den 2. Preis sowie den Publikumspreis des Internationalen Wettbewerbs in Genf (wo er mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Heinrich Schiff spielte), und schließlich den 1. Preis im Concorso Valentino Bucchi in Rom.

Alexander Gebert ist in Europa und Nordamerika als Solist und Kammermusiker bei einer Reihe renommierter Musikfeste aufgetreten (Kuhmo Festival, Oleg-Kagan-Musikfest, Festival de Deauville, Ravinia Festival). Unter seinen Kammermusikpartnern waren Eduard Brunner, Ana Chumachenko, Bernarda Fink, Ilya Gringolts, Alois Posch, Henri Sigfridsson, Elina Vähälä, Meta4 Quartett und Bennewitz Quartett.

Seit Ende 2004 ist Alexander Gebert Cellist des Altenberg Trios Wien. Seit seinem “offiziellen” Début bei der Salzburger Mozartwoche (Jänner 1994) hat das Altenberg Trio Wien sich in mehr als 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfaßt – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) – nicht weniger als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat. Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im Brahms-Saal gestaltet.

Alexander Gebert gibt regelmäßig Meisterkurse in Finnland, Österreich, Solvenien und Polen.

Im Jahr 2010 wurde er als Professor and die Hochschule für Musik in Detmold berufen.

Foto: Nancy Horowitz

Dan Glazer Foto Manuel Nagel
Foto © Manuel Nagel
Dan Glazer (Schauspieler)

Dan Glazer ist 1990 in Wien geboren und aufgewachsen. Er steht seit seinem zehnten Lebensjahr auf der Bühne, spielte in Kanada, Tschechien, Österreich, Schweiz und Deutschland in englischer, französischer und deutscher Sprache. Während dem Zivildienst bewarb er sich erfolgreich an der Otto-Falckenberg Schule in München um ein Studium der Schauspielerei. Heute, vier Jahre später, hat er seinen Abschluss in der Tasche. Derzeit ist Dan Glazer bei den Burgfestspielen Jagsthausen im „Götz von Berlichingen“, in „Amadeus“ und in „Hänsel und Gretel“ zu sehen.

Julia Marie Müller & Iwan König Foto: Karsten Gleich
Foto © Karsten Gleich
Julia Marie Müller (Klavier)

Julia Marie Müller begann das Klavierspiel im Alter von 7 Jahren. Schon bald gewann sie viele Preise bei dem Wettbewerb Jugend Musiziert. Meisterkurse belegte sie bei Anatol Ugorski, Beatrice Berthold und anderen. Ihre Studien führten sie nach Leipzig, Wien und schließlich Hannover, wo sie 2008 ihren Bachelor in Musik mit Bestnote abschloss. Es folgte ein Studium Medien- und Musikmanagement an der Musikhochschule Hannover, das Julia im September 2011 mit einer Masterthese und sehr guter Note beendete.

Chien_Kuo-Chang Foto: Karsten Gleich
Foto © Karsten Gleich
Franz Chien (Violine)

Franz (Kuo-Chang) Chien begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen und war in den Jahren 1977 und 1978 Preisträger im landesweiten Musikwettbewerb Taiwan. Es folgte ein Violinstudium an der Staatlichen Kunstakademie in Taipei. Von 1989 bis 1991 war er als Dozent für Violine am „Sheng-Deh-College“ in Taipei tätig. Auf Grund seiner Begabung für das Dirigieren erhielt er gleichzeitig vom Orchester der „Stiftung für Musiker“ in Taipei eine Anstellung als Assistenzdirigent. 1991 kam Franz Chien nach Deutschland und studierte bei Prof. Wolfram König an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen. Seit 1993 wirkt Franz Chien jedes Jahr im Rahmen des Musikalischen Sommers in Ostfriesland mit, u. a. als Solist, Kammermusiker, Konyertmeister und Dirigent und betreut seit 1999 als Assistent von Wolfram König auch die Meisterklassen. Seit 2000 unterrichtet er als Dozent für Violine an der „National University of Arts“ in Taipei, wo er am Anfang des Jahres 2011 zum Professor ernannt worden ist. Franz Chien ist seit 2001 Konzertmeister beim „Taipei Ying-Qi Symphonie Orchester“.

 

Iwan König Foto: Karsten Gleich
Foto © Karsten Gleich
Iwan König (Klavier)

Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist bereiste er Europa, Asien, Amerika und Australien. Er trat in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Zara Nelsova, George Neikrug und Herwig Tachezi. Ein Fernsehauftritt 1978 bei der ARD-Gala „Anneliese Rothenberger stellt vor“ mit seiner Schwester Franziska König (Violine) machte ihn in der Bundesrepublik bekannt. Iwan König ist Preisträger des Chopin Wettbewerbs in Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in Lugano und des 1. Arthur Schnabel Wettbewerbs in Berlin. Von 2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea, inne.
 

Rie Koyama Foto © Miho Kasai
Rie Koyama, Foto © Miho Kasai
Rie Koyama (Fagott)

Die 22-jährige Rie Koyama stammt aus einer japanischen Musikerfamilie und hat mit ihren jungen Jahren schon bei 21 bedeutende nationale und internationale Wettbewerbe den 1. Preis gewonnen, u.a. den 1. Internationalen Wettbewerb für Oboe und Fagott „The Muri Competition“ 2013, den 37. Deutschen Musikwettbewerb 2012, den 57. Hochschulwettbewerb der deutschen Musikhochschulen, den „3rd International Academic Oboe and Bassoon Competition“ in Lodz/Polen, den DAAD Preis (Deutscher Akademischer Austausche Dienst) und viele mehr. Rie war Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung und ab Herbst 2010 der Rohm Music Foundation in Japan und ab Mai 2012 erhielt sie ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie ist eine gefragte Solistin bei renommierten Orchestern, wie dem Beethoven Orchester Bonn, dem Brandenburgischen Staatsorchester, der Städtische Philharmonie der Stadt Heidelberg, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Korean Chamber Orchestra, dem Osaka Symphony Orchestra, der Polnische Kammerphilharmonie, dem Stettiner Kammerorchester, Villingen-Schwenningen Sinfonie Orchester, dem Szekerland Philharmony/Rumänien, dem Haydn Streichorchester/Holland u.a.. Seit 2004 ist sie Fagottistin am Stuttgarter Kammerorchester unter der Leitung von Dennis Russell Davies und Michael Hofstetter, seit 2008 am Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Prof. Sebastian Tewinkel, seit 2010 am Bach-Collegium Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling.

Doren Dinglinger1 Foto: Lisa Marie Mazzucco
Doren Dinglinger, Foto © Lisa Marie Mazzucco
Doren Dinglinger (Violine)

“Musik ist magisch, inspirierend und verbindet” schwärmt die junge Künstlerin Doren Dinglinger, die Violine und Viola spielt. Und das ist es, was man in ihnen Konzerten erleben darf. ” Wenn ich auf der Bühne stehe und meine Begeisterung für die Musik mit meinem Publikum teile, hoffe ich, dass es deren Leidenschaft und Talente zum Vorschein bringt. Ich hoffe, dass es Menschen inspiriert ihre eigene Besonderheit und Einzigartigkeit zu (er)leben.”

Kein Wunder, dass Publikum und Presse bereits von der damals 16-jährigen als “Musikerin der absoluten Sonderklasse” sprachen. Mittlerweile fasziniert die sympathische Künstlerin mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und der ihr eigenen “innigen, sensiblen Tongebung, die nicht von dieser Welt zu sein scheint” Zuhörer auf der ganzen Welt. Doren Dinglinger tritt sowohl als Solistin, im Rezital und als begeisterte Kammermusikerin auf. Tourneen brachten sie nach Europa, Asien und in die USA.

Daneben ist sie gern gesehene Gastkonzertmeisterin verschiedener Ensembles  in Europa und seit 2011 beim Bayrischen Rundfunk als stellvertretende Konzertmeisterin des Münchner Rundfunkorchesters engagiert.

2010 wurde Doren Dinglinger als eine von drei Geigerinnen für die Konzerttournee ” New Masters on Tour” ausgewählt, die u.a. zu ihrem Solo Debüt im Concertgebouw Amsterdam geführt hat. Sie ist ausserdem in der Carnegie Hall New York, der Berliner Philharmonie, der Liederhalle Stuttgart, der Beethovenhalle Bonn und dem Rudolfinum in Prag aufgetreten.

Ein neues Projekten in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schauspieler Dan Glazer in zwei literarisch- musikalischen Programmen. “Seit langem schon wollte ich Schauspiel mit Musik verbinden” sagt Doren Dinglinger ” nun habe ich mit Dan Glazer einen Schauspieler gefunden, der die Energie und Intensität in die Chartaktere steckt, die ich gesucht habe.”

Ein weiteres Projekt der außergewöhnlichen Künstlerin sind lunch- und after work- Konzerte in Firmen. Kurze Programme mit eigener Moderation in verschiedenen Besetzungen. “Ich wollte eine eigenen Konzertreihe gestalten, in der ich einerseits meine programmatischen Ideen verwirklichen kann, aber auch Veranstaltungsorte wähle, die abseits vom regulären Konzertsaal sind. Ich mag es einfach Menschen für die Musik zu begeistern, die bisher vielleicht noch nicht das Glück hatten klassische Musik als spannendes Erlebnis  kennen zu lernen. Zudem wird jedes Programm zuvor als Benefizkonzert aufgeführt.”

Gleichermaßen hingezogen zu Soloauftritten und der Kammermusik war Doren Dinglinger auf Festivals in Europa und den USA zu Gast ( u.a. Prussia Cove, Chautauqua). Zu ihren Partnern gehören Dimitri Ashkenazy, Philippe Graffin, Rainer Kussmaul, Ulf Rodenhäuser und Mitglieder der Berliner Philharmoniker. In Radio und TV wurden ihre Konzerte im NDR, BR, SWR, Deutschlandfunk und im tschechischen Radio gesendet.

Zahlreiche Preise und Stipendien belegen die Arbeit der jungen Künstlerin; darunter mehrfach 1. Bundespreise bei “Jugend Musiziert”, 1. Preis Lions Clubs International Competitions, Jaroslav Kocian Competition (Tschechischen Republik), Jean Rogister competition (Belgien), Deutsche Stiftung Musikleben, Villa Musica und PE- Förderkreis Stipendiatin.

2009 schloss Doren Dinglinger ihre Ausbildung mit einem Master of Music von der Juilliard School New York bei R. Copes ab, welches durch ein DAAD Stipendium, das Irene Diamond, Carabo-Cone und M&E Stipendien finanziert wurde. Vor ihrem USA Aufenthalt studierte sie bei W. König, U.Wallin und A. Weithaas. Ihr Diplom erhielt sie von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Weitere wichtige künstlerische Anregungen erhielt Doren Dinglinger auf Meisterkursen bei P. Amoyal, Z. Bron, A. Chumachenco, H. Krebbers, C. Tetzlaff, A. Rosand und R. Ricci.

Doren Dinglinger spielt auf einer Violine von M. Raggi, Cremona 2010, die ihr aus privater Hand zur Verfügung gestellt wird.

Foto: Lisa-Marie Mazzucco