Sebastian Manz (Klarinette)

Sebastian Manz Photo: Marco Borggreve
Sebastian Manz, Foto © Marco Borggreve

Wer Sebastian Manz live im Konzert erlebt, begegnet einen Musiker „der so viel Freude und Laune vermitteln will, wie Musik das erlaubt“ (Ensemble). Er begeistert mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit, seinem augenzwinkernden Humor, seiner natürlichen Musikalität und nicht zuletzt mit seinen meisterlichen, technischen Fähigkeiten – ob singend, klagend oder flüsternd auf der Klarinette – und erobert die Herzen der Musikwelt.

Den großen Durchbruch bescherte ihm der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im September 2008: Dort gewann er nicht nur den seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette, sondern auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hatte er, mit seinem Klavierpartner Martin Klett als „Duo Riul“, auch den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Seitdem gehört Sebastian Manz zu den gefragtesten Solisten und Kammermusikern der jungen Generation.

Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutsch-russischen Elternhaus. Als Sechsjähriger singt er im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette die ihn seit Anhören von Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert und in ihm die Sehnsucht nach dem Instrument weckt. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Rainer Wehle zählen zu Sebastian Manzs´ wichtigsten Lehrern und Förderern.

Zu seinen vielfältigen künstlerischen Interessen und Talenten gehört das Moderieren seiner Konzerte sowie das Arrangieren von Musik. Ausgleich findet er im regelmäßigem Fußballspiel und als begeisterter Cineast.

Sebastian Manz erhielt 2012 erneut einen ECHO Klassik, diesmal in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ für seine Aufnahme der Quintette von Mozart und Beethoven zusammen mit Ramón Ortega Quero, Marc Trénel, David Alonso und Herbert Schuch. 2011 hatter er die begehrte Auszeichnung in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres“ für seine herausragende Aufführung des Klarinettenkonzerts von Mozart erhalten. Anfang 2011 erschien seine Recital Debüt-CD mit Martin Klett als „Duo Riul“ bei Genuin, und seit Mai 2012 gibt es mit ihm das Klarinettenkonzert und das Doppelkonzert für Klarinette und Fagott des westfälischen Komponisten Christian Westerhoff beim Label cpo.

In der Saison 2012/13 wird Sebastian Manz als Solist u. a. mit den Dresdner Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, dem Metropolitan Orchester Lissabon sowie mit dem Sapporo und Hiroshima Symphony Orchestra auftreten und ist zu Gast bei den Festivals in Salzburg, Lissabon, Heidelberg und Bad Kissingen. Er wird zudem in verschiedenen Kammermusikbesetzungen auf den Podien in Berlin, Dortmund, Stuttgart, Essen, Tilburg, Nijmegen, Tokyo und Osaka u.a. zu erleben sein. Mit Beginn der Saison 2012/13 gehört Sebastian Manz für die Dauer von drei Jahren zu den Künstlern der Reihe „Junge Wilde“ des Konzerthauses Dortmund.

Sebastian Manz engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School”.

http://www.sebastianmanz.com

Foto: Marco Borggreve

Auftritte des Künstlers

Sebastian Manz Photo: Marco Borggreve

25 ECHO & ARD-Preisträger: Sebastian Manz

23. Juli 2013 20:00 Uhr

Sebastian Manz, Foto © Marco Borggreve