Aurich Lambertikirche

Lambertikirche Aurich Kirchstraße,
26603 Aurich

Die Lambertikirche in Aurich
Von Robert Noah

Im unteren Bereich der Auricher Fußgängerzone (Burgstraße) gibt eine Lücke in der nördlichen Häuserzeile den Blick auf ein stattliches klassizistisches Portal frei. Geht man nur ein paar Schritte auf dieses zu, so umfängt den Betrachter ein geräumiger, von alten Bürgerhäusern eingefaßter Platz, der Lambertshof, in dessen Mitte sich, von starken Lindenbäumen umgeben, ein hoch aufragender Backsteinbau erhebt, die lutherische Lambertikirche. Ihr Glockenturm, ebenfalls aus unverputztem Backsteinmauerwerk errichtet, steht abgesetzt von der Kirche inmitten kleinerer Geschäftshäuser der Burgstraße. Schon ein flüchtiger Blick auf sein mehrfach geflicktes Mauerwerk mit teilweise großformatigen Steinen wie auch die äußere Erscheinung der giebelständigen Häuser westlich der Kirche lassen erkennen, daß die Kirche mit ihren großen Fenstern und den glatten, nur knapp gegliederten Mauern aus kleinen Backsteinen nicht das Alter ihrer Nachbarbauten erreicht, mithin einen Vorgängerbau ersetzt haben muß.

Aurich, Lambertikirche, luth. (Auricherland, ehem. St. Lambertus, Ebm.Bremen). Die erste Kirche als gewölbter Rechteck-Einraum. Um 1200 durch den oldenburgischen Grafen Moritz I (?) gegründet. 1496 bis kurz nach 1500 Anbau eines südl, Parallelschiffs und Durchbruch der Zwischenmauer; damit zweischiffiger Raum. Abbruch 1826 wegen Baufälligkeit und Neubau eines quergerichteten klassizistischen Baues mit Emporen durch Bauinspektor Reinhold aus Leer, der die Pläne von C. B. Meyer, Aurich, verwertete.
1833-35. – Spätgotischer Schnitzaltar aus dem ehem. Kloster Ihlow, kurz vor 1517 von der Antwerpener Lukasgilde gefertigt. Im Zuge der Restaurierungsmaßnahmen um 1960 wurde er von der erdrückenden klassizistischen Umrahmung befreit und die Barockkanzel, 17. Jh., gesondert aufgestellt.

 

Konzerte an diesem Ort

Eröffnungskonzert - Sommerliebe Quartett Foto: Karsten Gleich

01 Eröffnungskonzert

5. Juli 2013 20:00 Uhr

Foto © Karsten Gleich